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Chagall im Kloster Arnstein

Chagall im Kloster Arnstein
Chagall im Kloster Arnstein
Chagall-Experte Heiner Eberhard © Annette Krumpholz, KEB
12.03.2020, Arnstein, Chagall, KEB, Katholische Erwachsenen Bildung Limburg
© Annette Krumpholz, KEBOrganisierte den Abend: Gaby Fischer

Knapp hundert Besucher erlebten am Donnerstag einen beeindruckenden Abend im Kloster Arnstein. Die Katholische Erwachsenenbildung (KEB) hatte zum Bildervortrag über das Werk von Marc Chagall geladen. Untermalt wurde der Abend von byzantinischen Gesängen der im Kloster ansässigen Schwestern vom Heiligen Orthodoxen Kloster Dionysios Trikkis und Stagon.

Der Chagall-Experte Heiner Eberhard aus Obernhof führte wortgewandt und einfühlsam in das Leben und Werk des Künstlers ein und verstand es, dessen Aktualität auch für die heutige Zeit zu vermitteln.

12.03.2020, Arnstein, Chagall, KEB, Katholische Erwachsenen Bildung Limburg
© Annette Krumpholz, KEBSchwester Vasilissa, Schwester Jerusalem

Marc Chagall wird 1887 in Weißrussland geboren. Als Kind einer jüdischen Familie lernt er schon früh die Texte der Thora. Oktoberrevolution und Erster Weltkrieg treiben ihn nach Frankreich, das er wiederum auf der Flucht vor dem Nazi-Regime verlassen muss. Im Jahr 1948 kehrt er nach Frankreich zurück und lebt und arbeitet in der Provence. Die Erlebnisse von Verlust, Flucht und Krieg und die frühe Bindung an biblische Geschichten, prägen das Lebenswerk des Künstlers.

Dem jüdischen Gebot, sich kein Bildnis von Gott zu machen, entzieht er sich geschickt, indem er sich als Maler-Poet versteht: er bildet nicht die Wirklichkeit ab, sondern malt Traumbilder. „Der Fremde, das ist der Mensch, hinter dem sich ein Engel verbergen könnte“, sagte Chagall einmal, und der Referent Heiner Eberhard zeigte unter anderem anhand von Original-Lithografien wie sehr Vertreibung und das Finden von neuer Heimat noch heute zentrale Elemente vieler Lebenswege sind.

12.03.2020, Arnstein, Chagall, KEB, Katholische Erwachsenen Bildung Limburg

Der zarte und dennoch kraftvolle Gesang der orthodoxen Schwestern unterstrich die besondere und spirituelle Stimmung des Abends eindrücklich. Die Zuhörer waren mucksmäuschenstill gebannt, als Schwester Louisa, Schwester Jerusalem und Schwester Vasilissa mit zauberhaften Klängen den Saal im Kloster Arnstein zum Schwingen brachten.

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